Die (nicht ganz ernst gemeinte) Geschichte der Tasche

24.05.2019 (zuletzt geändert)

Tasche Geschichte
Hier erfährst du, was es mit dem Teufel und Taschen auf sich hat!

Taschen sind seit jeher beliebt

Die Geschichte der Tasche geht bis in die Urzeit zurück. Frauen lieben bekanntlich Taschen und so gehen einige Historiker davon aus, dass schon Eva im Paradies eine trug – vielleicht noch bevor sie sich um das erste Kostüm aus Feigenblättern kümmerte. Zugegebenermaßen gibt es bis heute keine Fotos, so dass es bei der sehr wahrscheinlichen Vermutung bleibt.

 

Aber auch Männer lieben Taschen! Ötzi – der Mann aus dem Eis – schleppte gleich mehrere mit sich herum. Eine Rückentasche, zwei Taschen aus Rinde und eine Gürteltasche. Wirklich! Und was war drin? Werkzeug natürlich!

 

Im Mittelalter schmückten sich Kaiser und Könige ebenso wie das gemeine Volk mit Geldbeuteln, Jagdtaschen, Handarbeitsbeuteln, Reisetaschen und Handtaschen. Nur die Seepiraten setzten weiterhin stur auf schwere Schatzkisten und mussten deshalb herbe Kritik von den Orthopäden einstecken. 

 

Weil Taschen stets so beliebt waren, wurden sie auch gerne als Kosenamen verwendet. Herzogin Margarete von Tirol wurde liebevoll Margarete „Maultasch“ genannt und natürlich kennt auch jeder den Namen "Natascha", der sich aus der Liebe zu Taschen ableitet (glaube ich).


Auch in der Natur, Kultur, Flora und Fauna gibt es Taschen aller Art

Auch Berge, Städte und ganze Landstriche sind nach Taschen benannt. Man denke nur an die Metropole „Markt Taschendorf“ in Deutschland, die usbekische Hauptstadt Taschkent, das 225 Quadratkilometer große Schulgan-Tasch im Uralgebirge, den Tasch Peak in der Antarktis und das Taschenjöchl in Südtirol.

 

Auch vor der Kultur macht die Tasche nicht halt. Immerhin gibt es in Wien, Lübeck und anderen Städten eine Taschenoper und jeder kennt natürlich auch die Kulturtasche.

 

In Fauna und Flora war die Tasche seit jeher etabliert. Kanguruhs haben die praktischen Dinger gleich fix ins Fell integriert und dadurch alle vier Hufe für andere Dinge frei. Sie transportieren darin ihre Babys, Sonnenbrillen, Getränke und alles was sie unterwegs in der Steppe brauchen. Taschen- und Beutelratten sind ohnehin jedem ein Begriff und dass eine ganze Tiergattung „Beuteltiere“ genannt wird, wissen auch viele.

 

Weniger bekannt ist vielleicht, dass nicht nur die Menschheit, sondern auch Obst von der Taschensucht ergriffen werden kann. Wenn Pflaumen nicht mehr „ohne“ sein wollen, spricht man von der „Taschenkrankheit“.


Im Alltag sind "Taschen" sowieso allgegenwärtig

Im Alltag begleitet uns die Tasche ohnehin die ganze Zeit: Wenn wir nicht „in die eigene Tasche gearbeitet“ haben, auch kein „Taschengeld“ mehr bekommen und deshalb nicht „aus eigener Tasche bezahlen“ können, „liegen wir einfach anderen auf der Tasche“ und diese müssen „tiefer in die Tasche greifen“.

 

Bei Themen die wir lieben, kennen wir uns aus „wie in unserer Westentasche“.

 

Mit einem Taschenspielertrick „stecken wir andere gern mal in die Tasche“ und Menschen, die uns ununterbrochen mit wichtigen Informationen versorgen, bezeichnen wir liebevoll als „Plaudertaschen“.

 

Wenn wir zu viele "Apfeltaschen" genascht und davon eine "Zahntasche" bekommen haben, müssen wir zum Zahnarzt, wo es uns „beutelt“, wenn er mit den Bohrern anrückt.

 

Wer auch in der Nacht dem Taschenkult huldigen möchte, kauft sich eine "Taschenfederkernmatratze". 


Mythologie und "Taschen"

Was die wenigsten wissen: Taschen haben auch Einzug in die Mythologie gehalten. Man erzählt sich, der Teufel war dermaßen von seiner Lieblingstasche besessen, dass er manisch depressiv wurde, als er sie verlor. Noch heute spricht man deshalb vom „taschmanischen Teufel“ …



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